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XII. Stille Nacht

Akataja

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Das gigantische Schiff von Don Peperoni war schon vor Tagen am Horizont verschwunden, aber dennoch suchten Tajas Augen immer wieder nach Anzeichen dass sie ihnen folgen könnten. Natürlich wusste der Navigator, dass ein so riesiges Schiff ihnen niemals folgen könnte, nicht ohne dass sie es merken würden, aber diese Kerle hatten Sachen an Bord von denen Taja niemals geahnt hätte das sie überhaupt existieren. Dieses kleine Gefährt zum Beispiel, das sie mitgenommen hatten /Wie nannte Tanith es? Eine Karte? Ein Car? Kart?/, dann waren da noch die Ton-Diale, die Waffen mit denen die Füchse Taja und Ebony gejagt hatten und, und, und… /Würde mich gar nicht wundern wenn sie so eine Art Tarnmantel für das Schiff hätten… scheiße vielleicht sind wir noch immer auf diesem verdammten Schiff in so einer Art mega Innenpool?/
In den ersten zwei Tagen nachdem sie das Schiff verlassen hatten fühlte sich Taja sehr paranoid, er traute weder seinen Augen noch seinen Ohren, oder dem offenem Meer. Er erinnerte sich nicht mehr an viel was den dritten Tag ohne Schlaf anging, angeblich sei er nur in seiner Unterhose vom Schiff gesprungen weil er überzeugt war, dass diese Delphin schule, die an ihnen vorbei schwamm, in Wahrheit aus verkleideten Gnomen bestand. Wavami hatten ihn wohl aus dem Wasser gefischt, zumindest hatte sie ihm das erzählt als er später wieder wach wurde. Sie mussten ihn wohl festbinden und er wurde erst ruhig als Wavami sich das Tondial gegriffen und abgespielt hatte, dass sie und Taja damals aus der Bibliothek des Dons mitgenommen hatten.
In den folgenden Tagen befolgte er lieber ihre Anweisung, viel Wasser, kein Alkohol und vor allem Ruhe.

Taja fühlte sich erst wieder klar im Kopf als die Luft so kalt wurde, dass sie auf der Haut und in den Lungen schmerzt, kein richtiger Schmerz, eher ein angenehmes Zwicken, das ihn daran erinnert am Leben zu sein. Bald daraufhin fielen die ersten Schneeflocken und die ersten Eisschollen und Eisberge tauchten auf. Wavami hatte ihnen erklärt, dass wenn das Wetter sich so eindeutig ausrichtet sie sich einer Insel nähern mussten. In diesem Fall wohl eine Winter-Insel.
Kazuma, der neue, war wohl der erste der sich was Wärmeres anziehen musste. /Der Junge ist aber auch nur ein halbes Hemd./ Taja gefiel diese Kälte, so fühlte sich alles um einiges intensiver an, egal ob es ums Training ging oder ob der Schnee vom Deck gefegt und geschaufelt werden musste. Die schlimmste Posten, bei diesem Wetter, war wohl der Ausguck, oben im Krähennest war man dem Wind und der Kälte Schutzlos ausgesetzt und es fühlte sich um ein vielfaches kälter an, als überall anders auf dem Schiff.
Taja erinnerte sich an den Tag als sie das erste Mal auf diesem Schiff waren und wie Ark und Beubo ein Wettklettern darum machten wer da oben stehen durfte und jetzt fragte er sich natürlich, ob sie immer noch so wild darauf wären /Wem mach ich was vor? Natürlich würden sie sich immer noch darum streiten, selbst wenn sie sich dabei was abfrieren./

Der Schwertkämpfer sah das ganze eher als Herausforderung und als Training. Er trotze der Kälte, ein Kampf gegen die Natur und die endlose Macht des Meeres, er würde seinen Körper an diesem Wetter wetzen, wie er seine Klinge an seinem Schleifstein wetzt. Wavami erklärte ihm, dass das Schwachsinn ist, irgendwas davon, dass er die Kälte nur deswegen weniger spürt, weil sich seine Gefäße verengen und wenn er das zu lange macht Zehen und Finger absterben würden. /Alles quatsch!/

Der beste Platz war natürlich in der Küche, der Ofen wurde jetzt immer unter Feuer gehalten, damit die Leitungen nicht einfrieren und aufspringen. Ein paar Mal hatte Taja eine kleine aufgeplüschte Kugel auf dem Küchentisch gefunden, die sich als Ebony herausstellte, die in ihrer Eulenform die Wärme genoss, oder aber auch Kazuma, der es sich hinter dem Ofen gemütlich gemacht hatte.

„Wie ist es eigentlich unter Wasser?“ Fragte Taja einmal Wavami beim Schneeschaufeln. „Ich meine bei diesem Wetter? Für mich fühlt es sich wie tausend Nadeln in meiner Haut und tief in den Muskeln an, aber für einen Fischmenschen ist es bestimmt anders, oder?“

„Vielleicht?“ Die Fischfrau musste selber nachdenken, sie war ja kein Mensch und musste sich wohl erst mal vorstellen was Taja eigentlich genau meinte „Ich kann ja nicht für alle Fischmenschen sprechen, aber ich glaube die richtige Beschreibung wäre, ummmm, langsam.“

„Langsam?“

„Ja, es macht einen langsamer, irgendwie müde, zieht einen nach unten, da wo es noch etwas wärmer ist. Das mit den tausend Nadeln ist für mich eher hier oben, im kalten Wind.“

Für Taja fühlte sich das Wetter nicht angenehm an, aber er mochte es dennoch, es würde ihn stärker machen und er würde stärker werden müssen. Es schulte auch seine Fähigkeiten als Navigator, die Red Carpi an all den eisigen Hindernissen im Eis vorbei zu steuern war eine Herausforderung, vor allem wenn mal wieder spontan eine Eisscholle vor ihnen auftauchte. Das war anfangs noch ein großes Problem und er hatte sich die eine oder andere Kopfnuss von Yukiko eingefangen weil die Red Carpi Schrammen davon trug. Aber Mittlerweile hatte die Crew eine gewisse Routine.

„Da kommt wieder einer!“ Der Ruf von Ebony ertönte bis in die aufgeheizte Küche und war das Signal für den Rest der Crew in Aktion zu treten. Immer wenn Eisberge in Sichtweite kamen war es die Aufgabe der Schneeeule voraus zu fliegen und die Gefahren zu finden, das war alles andere als angenehm, denn auch für eine Schneeeule war es verdammt kalt, dennoch schien Ebony darin ein Naturtalent.

Ihr Ziel war schwer zu verfehlen, ein riesiges Stück Eis! Die Eisberge vorher zu sehen und zu umfahren war relativ einfach für Taja geworden, aber es brachen immer mal wieder große Stücke heraus, die direkt auf Kollisionskurs mit der Red Carpi gingen. Manchmal versanken sie so schnell, dass sie keine Gefahr waren, doch dieser hier trieb direkt auf sie zu. Ebony hatte gerade genug Zeit zu landen und Tanith zu beschreiben wie die Kanone ausgerichtet werden musste. Tanith brauchte zwei Schüsse, einen mit jeder Kanone. Wavami und Yukiko halfen ihm mit dem Nachladen der Kanone, so ging es schneller. Es war natürlich nicht leicht etwas zu treffen, was direkt vor dem Schiff lag, aber es musste ja auch kein direkter Treffer sein. Die Treffer mit der Kanone sollten das Eis nicht zerstören, Tanith sprach davon die Stabillität des Eises zu zerstören, damit es brüchig wird, dazu müsse man nur genau die richtigen Stellen treffen und die konnten wohl auch an der Seite sein.
Danach waren Yukiko und Akataja an der Reihe.

„Ich glaube du warst es beim letzten Mal.“ Sagte Yukiko noch zu dem Schwertkämpfer, während sie in die Arme über den Kopf hielt um sich zu stretchen.

„Nein, nein, ich bin mir sicher beim letzten Mal warst du es, ich bin jetzt an der Reihe.“ Der Schwertkämpfer zog dabei schon mal seinen Mantel aus und atmete tief ein.

„Könntet ihr euch bitte entscheiden?“ Fragte ein zitternder Kazuma /Schwer zu sagen ob ihm kalt ist, oder er Angst hat das wir gleich untergehen… beides möglich./ „Das Ding kommt immer näher!“

Taja seufzte und meinte dann „Im Zweifelsfall hat natürlich der Kapitän recht.“

„Genau, und dass du das ja nicht vergisst!“ Yukiko sagte das mit einem rechtfertigten Grinsen als Taja seinen Mantel wieder anzog und ein paar Arbeitshandschuhe aus derben Leder anzog.

Danach nahm die Handwerkerin etwas Anlauf und rannte los, Kazuma gab ihr noch einen Klapps auf den Rücken bevor sie einfach über den Kopf der Galionsfigur rannte und sprang. Man konnte genau sehen wie sich ihre Muskeln anspannten bevor sie ihre Fäuste zusammen nahm und mit einem gewaltigen Einschlag auf dem Eis landete. Die Risse die von den Kanonenkugeln hinterlassen wurden verbanden sich mit denen die Yuki verursachte und das ganze Ding zerfiel in viele kleine Eisstücke. Das war der spaßige Teil bei der ganzen Aktion, Tajas Aufgabe war es jetzt nur noch Yukiko an den Fäden zurück zu ziehen, die Kazuma zuvor an ihrem Rücken angebracht hatte. Die Fäden waren so dünn das man sie kaum sah und ohne die Handschuhe würden sie sich in die Hände des Schwertkämpfers schneiden. Es war nur wichtig, das Taja sie zurück zog, bevor sie ins Eiswasser fallen konnte!
Wavami hatte wohl die undankbarste Aufgabe hier, sie musste in dem eisigen Wasser schwimmen und die Überreste der Eisscholle aus dem Weg schieben, zumindest die, die so groß waren, dass sie noch eine Gefahr für die Red Carpi waren.
Das Manöver klappte mittlerweile sehr gut und Taja fragte sich manchmal, ob das auch so gut gehen würde, wenn sie zuvor nicht auf dem Schiff von Don Peperoni gewesen wären. Das sie als Crew so gut funktionierten gab Taja ein warmes Gefühl in seinem Herzen und er glaubte, dass es den anderen auch so ging, dennoch ging ihm auch immer wieder ein Gedanken durch den Kopf /Ich muss stark genug werden um einen Eisberg allein spalten zu können, ansonsten werden wir irgendwann nicht mehr weiter kommen./

So vergingen die kalten Tage auf der Red Carpi, es war schwierig, tat weh und war einfach nur anstrengend, aber Taja mochte es genauso.

Es war dann an dem kältesten Tag soweit, ein klarer Tag ohne Schnee, wodurch sich alles gleich noch kälter anfühlte, der Weg war frei, die Sicht gut und der Wind günstig. Wavami hatte Taja am Steuer abgelöst und in die Küche geschickt, dabei sagte sie noch irgendwas von blauen Lippen und Erfrierungen und dass er auf seinen Arzt hören soll. Taja entschloss sich dazu wieder raus zu gehen sobald das merkwürdige Kribbeln in seinen Fingern aufhören würde. Solange saß er am Küchentisch mit Kazuma, der junge Teufelskraftnutzer wollte Taja ein Würfelspiel beibringen, dass er noch nicht kannte. Er wusste ja nicht, das Taja nicht gerade gut darin war neue Spiele zu lernen. Er hatte eine Woche gebraucht um die Regeln von Mensch ärger dich nicht zu lernen /Warum spielt das auch jeder anders???/

„Jetzt zum dritten mal“ Kazumas Stimme klang schon etwas genervt „du musst wenigsten 150 Punkte zusammen kriegen oder verlierst die Runde und dann entscheidest du ob du weiter spielst oder nicht.“

„aber wie kann denn bitte eine Fünf mehr Punkte bringen als eine Sechs?“ Taja verstand es einfach nicht, beim Menschen ärger dich nicht war eine Sechs doch auch besser als eine Fünf.

„Das sind nun mal die Regeln! Eine Fünf bringt fünfzig punkte, eine Eins hundert, alle anderen Zahlen müssen in einer Kombination liegen.“

„So wie zwei Einsen.“

„Genau.“

„Aber nicht zwei Dreien.“

„Ja!“

„Merkst du es? Das ergibt doch keinen Sinn!!“

„Muss es auch nicht! So sind einfach die Regeln! “


An dieser Stelle flog dann die Tür auf, Yukiko stand im Türrahmen „Bewegt eure Hintern!“

Taja blickte gleich auf den Lockport, der Kurs stimmte noch „Land in sicht?“

„Nein, zwei Schiffe und es sieht nach mächtig Ärger aus.“





Unweit der Red Carpi wurde die „Floating muse“ von den Schweinekopf Piraten überfallen. Der Jollyroger mit Eberhauern flatterte im Wind während die Flagge mit dem Wappen von Komori bereits brannte. Die restlichen Matrosen und die Leibgarde kämpfte einen verzweifelten Kampf auf dem Deck des bereits sinkenden Schiffes während die Piraten nach Lust und Laune plünderten. Die wichtigste Fracht dieses Schiffes, war jedoch noch nicht in ihre Hände gefallen.
Die berühmte Diva Kyrie hatte sich tief in den Bauch des Schiffes gerettet nachdem sie mitansehen musste wie ihre Leibwache blutig niedergeschlagen wurden. Sie hatte furchtbare Angst während sie sich im Laderaum zwischen den Kisten versteckte. Der Geruch von Feuer und Rauch wurde immer stärker und von oben hörte sie den Kampfeslärm, die Schmerzensschreie der Mannschaft und das Gelächter der Piraten. Sie hatte Angst um ihr Leben, aber noch mehr Angst hatte sie um den armen Sebastian, ihr Freund aus frühster Kindheit, der sie auf jedem Schritt ihrer Karriere begleitet hatte, sowohl auf dem Klavier als auch mit guten Ratschlägen und emotionaler Unterstützung. Als die Piraten das Schiff stürmten hatte er sie noch hier runter geschickt und blieb da oben, um ihr Zeit zu verschaffen. Kyrie hatte nie gewusst wie mutig Sebastian war und betete mit zitterden Händen für seine Sicherheit.
Es fühlte sich an als wäre ihr Herz zu Eis erstarrt als die Tür zum Lagerraum geöffnet wurde. Zwei der Piraten waren eingetreten und suchten nach ihr.

„Sie muss ganz bestimmt hier unten sein.“ Sagte einer „wir werden nicht bezahlt wenn wir sie nicht töten.“

„Aber wir können doch vorher noch Spaß mit ihr haben? Auf den Postenr sieht sie immer ganz süß aus.“
Meinte der andere.

„Na klar, so viel Zeit muss sein.“

Einer von ihnen ließ die Spitze seines Säbels beim Laufen über die Holkisten kratzen, das Geräusch war leise, doch drang es bis in Kyries Kopf und schnürte ihr die Brust zu.

„Wir wissen dass ihr hier seid“, sagte einer von ihnen laut in den Raum „Püppchen!“

„Püppchen.“
Wiederholte der andere mit einem Kichern, dass nicht zu einem Erwachsenen passt.

„Kommt raus!“ Rief der andere wieder und blickte in die Dunkelheit, in die Richtung, aus der er die verängstigte Schnappatmung der Diva hörte „Hallo, Püppchen.“
 

Ebony Claves

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Als sich die Red Carpi mitsamt der Crew und den neuen Souvenirs wieder ihren eigenen Weg durch das Meer suchte, hatte Ebs sich erst einmal eine gehörige Portion Schlaf gegönnt. Hierfür hatte Sie sich direkt ohne Umschweife mit Ihrem Rucksack ins Krähennest verzogen. Dort fühlte sich die Teufelsfrau mittlerweile am wohlsten. Hier hatte Sie immer einen Überblick und man kam ohne Flügel nur über einen Zugang hinauf.
Wie lange genau Ebony geschlafen hatte, konnte Sie nicht sagen aber als Sie das nächste Mal die Augen öffnete zog sich der Mond gerade zurück um für die Sonne platz zu machen.
Mit einem ausgiebigen Gähnen reckte Sie sich und linzte noch im Halbschlaf hinunter aufs Deck.
Bis auf Yuki schien der Rest noch zu schlafen.
Die Zimmerfrau stand an der Brüstung und schien über etwas nachzudenken. Dabei sah Sie immer wieder Ihren Arm an und drehte diesen hin und her.
Neugierig beobachtete die Teufelsfrau das ganze eine Weile, bis Sie sich dann mit einem mal aus den Krähennest schwang und hinunter kletterte.
Guten Morgen Yuki
Hi Ebs, na ausgeschlafen?
Yuki grinste, da Sie viel weniger Erholung gebraucht hatte und daher schon viel aktiver gewesen war.
Jetzt ja.. das war auch bitter nötig. Nachher soll ich nochmal zu Wavami, denke aber das ist nur Routine, weil Ich nicht so Taff bin wie Ihr.
Sie lachte kurz und deutete anschließend mit einem nicken auf den Arm Ihrer Kapitänin.
Ist irgendwas mit deinem Arm nicht ok?
Etwas irritiert schüttelte die Shinin den Kopf.
Nein, wieso fragst du?
Naja.. du hast eine Weile auf deinen Arm gestarrt und Ihn so komisch gedreht, da hab ich mich gefragt..
Ach..nein nein! Ich hab mir nur Gedanken über ein neues Tattoo gemacht.
Bei dem Wort Tattoo, wurden Ebonys Augen groß und es sprang Ihr die Neugier fast aus dem Gesicht.
An was hattest du denn gedacht?
Yukiko erzählte Ebony von Ihren Plänen und auch weshalb Sie sich das Tattoo machen lassen wollte.
Immer wieder nickte die Teufelsfrau und fing innerlich schon an ein paar Ideen zu sammeln.
Klingt doch ganz gut. Und was hat dich bisher daran gehindert?
Erst der Don und jetzt müssen wir ja erst in die nächste Stadt. Hier auf dem Schiff haben wir ja keinen der das kann.
Ehm… doch natürlich.
Bei diesem Satz machte sich ein breites grinsen auf Ihrem Gesicht breit.
Ich kann piercen, tätowieren und hab auch alles dabei. Wer zu den Modi´s gehört, sollte das schon können.
Bei dem Wort Modi wollte die Shinin nochmal nach horchen, jedoch war Sie gerade viel erstaunter darüber, dass Ihre Eule Ihr wirklich das Tattoo machen konnte, das Sie schon eine ganze Weile haben wollte.
Ebs war mit einem Mal wieder ins Krähennest gehuscht und hatte derweil Ihre Utensilien geholt.
Na dann meine liebe. Bereit, wenn du es bist.
Die Teufelsfrau fertigte einige Skizzen an, und legte dann auch direkt los.
Anders als andere Kunden, war Yukiko sehr robust und daher konnten Sie das Tattoo an nur einem Tag fertig stellen, was sonst mindestens doppelt so lange gebraucht hätte. Mit einem höchst zufriedenen lächeln packte die Teufelsfrau Ihre Maschine weg und wischte ein letztes Mal über Ihr Werk, bevor Sie es in Folie packte.
Auf Ihrer Kapitänin erstreckte sich nun von der Schulter bis zum Handgelenk eine Sprungfeder, die in einem detailierten Totenschädel auf dem Handrücken endete.










Ansonsten verbrachte Ebony Ihre Tage damit, die Karten zu legen, die Crew zu bekochen oder an Ihrem Skully zu arbeiten. Hierfür hatte Sie sich extra ein bisschen Werkzeug von Yukiko ausgeliehen. Sie war sich ziemlich sicher, dass etwas in diesem Schädel verborgen war, also suchte Sie mit chirurgischer Präzision nach einer Möglichkeit dieses Ding zu knacken, ohne es komplett zu zerstören.
Nach einiger Zeit sank die Temperatur zusehends und was mit einem dünnen Pulli begann, endete in Schneeflocken und einer Winterjacke, wenn man sich nicht an Deck nicht unterkühlen wollte.
Ebony kam zwar aus dem South blue, doch gefiel ihr dieses Wetter gerade sehr, da Sie durch Ihre Teufelsfrucht für diese Wetter bestens gerüstet war.
So konnte Sie sich einen Federkragen stehen lassen, wenn ein kalter Wind aufkam, oder sich einfach als Eule in die Küche legen, da das Gefieder die wärme lange speichern konnte, wenn es Ihr dann doch zu kalt wurde.
Die kleineren Erkundungsflüge die Sie aufgrund der eingeschränkten Sicht Unternahm, gaben Ihr ein Gefühl von Freiheit und im feinen Schnee, viel Sie überhaupt nicht auf. Sollte Sie also wirklich auf ein Schiff oder ähnliches treffen, drohte ihr keine große Gefahr und Sie konnte einfach zurück kehren.
Irgendwann wurde es so kalt, dass Sie sogar an Eisbergen vorbei kamen die Ihren Weg kreuzten, doch genauso wunderschön der Anblick war, genauso gefährlich war es auch. Die Carpi allein war nicht massiv genug um so einen Eisberg zu zerstören oder einfach wegzudrücken und durch die eingeschränkte Sicht, war es schwierig rechtzeitig den Kurz anzupassen um an Ihnen vorbei zu kommen.
Also agierte die Teufelsfrau als Vorhut um vor nahenden Felsen zu warnen, und der Rest der Crew trat dann ins Rampenlicht um dieses Ding zu beseitigen.
Immer wieder saß Ebony im Krähennest bestückt mit Federn und sah sich das Schauspiel von dort aus an.
Mittlerweile arbeiten Sie alle wirklich gut zusammen. Das musste man dem Don also lassen. Wenn er was konnte, dann mehr oder minder freiwilliges Teambuilding.
So vergingen die Tage auf der Carpi und als Yukiko schon längst auf den Beinen war und Ebony völlig verschlafen mit einem Kaffee und einem Kakao aus der Küche zu ihrer Kapitänin ging, ließen beide den Blick in die ferne schweifen während Sie an Ihren Getränken nippten…..bis Yukiko Ihre Eulenfrau anstupste.
Sag mal, Siehst du da was?
Halb über die Tasse zu Ihrem Käptn gelinzt, wandte Ebs sich dann nach einer gefühlten Halbschlaf Minute mit Ihren Blick in die Richtung die Ihr gezeigt wurde.
Mit nun gelben Augen suchte Sie den Horizont ab und nickte dann.
Aye. Da sind Schiffe . 2 Stück
Mit einem Mal wurde Ihre Stimme ernst. Jetzt war Ebony wach.
Sieht so aus als wird das eine vom anderen gerade Überfallen.
Yukikos Gesicht verzog sich merklich.
Alles klar. Ebony flieg hin und schau was da los ist. Aber bleib auf Abstand und komm sofort wieder zurück wenn du Informationen hast. Ich hol die anderen.
Mit einem nicken stelle Ebony die Tasse auf dem Boden ab, und schwang sich über die Brüstung.
 

Wavami

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Wavami war merklich froh, endlich von diesem riesigen Kahn runter zu sein. Zwar war es stellenweise recht lustig und interessant gewesen, aber natürlich war es ihr wesentlich lieber, in Freiheit weiterzusegeln. Sie hatte angekündigt, sie würde jeden einzelnen der Gruppe einmal untersuchen, nachdem sie wieder zurück auf dem Schiff waren und die Ärztin hielt ihr Wort. Einen nach dem anderen wollte sie antanzen lassen und einmal durchchecken. So wie sie es kannte, waren natürlich manche da kooperativer als andere. Sie würde wohl nie verstehen, warum man vehemment den Harten raushängen lassen musste, indem man behauptete, eine Behandlung wäre nicht nötig. Bei ihrem üblichen Verdächtigen war es sogar deratig schlimm, dass sie ihn mit einiger beherzter Hilfe am Bett fixieren musste, damit er nicht ständig über Bord sprang in irgendeiner Wahnvorstellung. Da war es wesentlich angenehmer, dass es auch Leute wie Ebony in ihrer Truppe gab. Sie ließ sich ohne irgendwelche Diskussionen über die Sinnhaftigkeit oder Wirkung der Behandlung ganz entspannt einen ordentlichen Stützverband anlegen und Schmerzmittel empfehlen, sollte sie welche benötigen. Nebenbei kam sie auch etwas mit der Eulenfrau ins Gespräch.

"Wie ist das eigentlich so, zu fliegen?"
Irgendwie hatte Wavami diese Frage schon länger mal interessiert. Fliegen wirkte vom Prinzip her auf sie ziemlich ähnlich wie Schwimmen. Aber irgendwie waren es dann doch zwei ziemlich unterschiedliche Dinge. Und da sie es wahrscheinlich nie am eigenen Leib erfahren könnte, war zu fragen die einzige Möglichkeit, die sie hatte, um mehr darüber zu erfahren.

"Hm, es ist ganz anders als Laufen. Da ist dieses Gefühl von Freiheit, was man hier unten nicht hat...Ist ziemlich schwer zu beschreiben."

"Und ist es von der Anstrengung her ähnlich? Ich kann mir vorstellen, dass es anfangs schwieriger war, aber hat sich das inzwischen angeglichen?"


"Zu Anfang war es wirklich ziemlich anstrengend, muss ich sagen. Man benutzt zum Fliegen ja die Arme so stark, das war ich noch gar nucht gewohnt. Der Wind spielt da auch eine Rolle, der kann einen einfach mal zur Seite reißen, wenn man nucht aufpasst. Aber mittlerweile nimmt sich das nicht mehr viel."

Inzwischen hatte Wavami ihre Arbeit auch schon beendet, hörte Ebony aber weiter interessiert zu, während sie aufräumte.

"Das erste Mal von einer Klippe zu springen war ein ziemlicher Kick sag ich dir. Da geht ganz schön der Adrenalinpegel hoch, wenn man wie ich fast zu spät die Flügel aufklappt. Aber ist ja alles nochmal gutgegangen, hahaha. Aber wenn der Wind einen um den Schnabel weht und man überall hinfliegen kann wo man will...Das ist einfach großartig."

Wavami legte grad ihre Schere und eine Salbe zurück.

"Das klingt echt super, muss ich sagen. Bist du dann wohl schon viel rumgereist als Eule?"

"Also als ich allein gereist bin war ich wohl etwa die Hälfte der Zeit eine Eule. Wenn ich mal länger nicht fliegen kann, fühlt sich das echt komisch an. Aber die menschliche Form hat natürlich auch ihre Vorteile, hahaha."
Wavami stimmte in ihr Lachen mit ein.

"Aber wie ist es eigentlich im Wasser?", gab Ebony dann mal eine Frage zurück.

"Nun, eigentlich verhältnismäßig ähnlich zu dem, was du beschrieben hast. In Wasser fühlt man sich sehr leicht, es ist als würde man schweben. Vor allem im Ozean, wo das ganze Salz im Wasser ist, merkt man das stark." Nun hatte Wavami auch fertig aufgeräumt und saß der Eulenfrau einfach entspannt gegenüber, während diese es sich im sitzen auf der Liege bequem machte.

"Wie tief ist der Ozean eigentlich? Warst du schonmal ganz unten? Und ist es da so kalt wie man es sich vorstellt?", wollte ihre Gegenüber dann wissen.

"Hm, das ist ziemlich unterschiedlich. In der Nähe von Inseln ist er natürlich nicht so tief wie auf dem offenen Meer. Aber ja, ich war schonmal ganz unten, an der Stelle war er mehrere hundert Meter tief. Man hat quasi nichts mehr gesehen da unten. Und mich persönlich stört die Temperatur von Wasser nicht wirklich, sie beeinflusst eher, wie schnell ich mich fortbewegen kann." Sie spielte, während sie sprach, mit einer ihrer Haarsträhnen herum.

"Was hat es eigentlich mit deinem Schwanz und den Flecken auf sich, wenn ich fragen darf? Sind das Body-Modifikationen?", fragte die Eulenfrau mit einem erwartungsvollen Lächeln.

"Äh, midifiziert habe ich meinen Körper überhaupt nicht. Ich bin so geboren worden, ich bin ein Fischmensch.", sie hielt ihre Hand hoch, sodass die Schwimmhäute gut zu sehen waren. "Ich bin für das Leben im Wasser gemacht, das hab ich mir nicht ausgesucht, das ist einfach so. Immerhin kann ich ja auch unter Wasser atmen." Sie schaute zu ihrem Schweif, den sie leicht zu Ebony hin bewegte. "Meine Stacheln können Gift in Wunden spritzen, wie ein Stachelrochen, deshalb bin ich ja auch ein Stachelrochen-Fischmensch, haha. Der Schwanz hilft mir auch etwas beim Schwimmen, ist echt praktisch. Und meine Flecken...die sind einfach da, waren sie schon immer."
Sie zuckte leicht mit den Schultern. Irgendwie war sie immer noch nicht so ganz daran gewöhnt, dass sich Leute ehrlich dafür interessierten, was sie war. Vor allem nicht auf so eine ehrliche und aufrichtige Weise wie Ebony oder Aka es taten. Aber natürlich war es eine willkommene Abwechslung.

Als die Tage verstrichen, fing sie auch an, mit der Droge, die sie von dem Don verlangt hatte zu bekommen, zu experimentieren. Nebenbei füllte sie auch ihre Vorräte an selbst hergestellten Narkotika und Schmerzmitteln wieder auf. Natürlich hatte sie immer verschiedene in unterschiedlichen Dosierungen dabei. Immerhin würde Aka von demselben Mittel mit dem sie etwa Ebony narkotisieren würde, eine unverhältnismäßige Menge brauchen. Jedes Mittel sortierte sie wie immer fein säuberlich und markierte sie entsprechend. Ihre Arbeitsweise hatte sehr große Ähnlichkeit mit der ihres früheren Lehrers. Er meinte immer "Jede Minute, die du vorher ins Planen investierst, ist eine Minute, die du im Ernstfall nicht mit Suchen verbringen musst." Und das war ein guter Gedanke, wie sie fand. Sie stellte auch einige kleine Phiolen von einem einfachen Aufputschmittel her und verstaute sie teilweise in ihrem Vorratsschrank und Rucksack. Bisher war irgendwie nie der richtige Moment gewesen, einem ihrer Kameraden so ein Mittel anzubieten oder einfach zu verabreichen. Zumal es Pappenheimer gab, die ja schon ohne ein solches Mittel wesentlich zu weit über ihre Grenzen hinaus gingen, das wollte sie nicht unbedingt noch weiter fördern. Aber trotzdem stellte sie es fast schon aus Gewohnheit immer mal wieder her. Solche Mittel waren in dem Zirkus, bei dem sie früher war, ziemlich Gang und Gebe gewesen. Waren die Clowns nicht aufregend genug? Aufputschmittel. Hatten die Akrobaten keine Kraft mehr? Aufputschmittel. Und ging es ihnen nach der Benutzung am nächsten Tag so schlecht, dass sie gar nicht mehr auftreten konnten? Noch mehr Aufputschmittel. Sie selbst hatte sie auch zu Anfang ein, zwei Mal verabreicht bekommen und fühlte sich danach immer wie überfahren. Aber ihre Auftritte hatten an diesen Tagen den Direktor sogar zum Lächeln gebracht. Sowas war halt einfach ein zweischneidiges Schwert. Für sie selbstcwar natürlich die Gesundheit der Rasselbande am wichtigsten, also würde sie die nur im äußersten Notfall in Erwägung ziehen.

Wenn sie Zeit hatte, gesellte sie sich am Morgen oft zu den anderen Mädels, um ihren Kaffee zu trinken. Das hatte sich irgendwie im Laufe der Morgende so eingebürgert. Und sie hatte diese Zeit sehr schätzen gelernt. So kam man öfter mal dazu in Ruhe zu quatschen oder einfach dazu, die morgendliche Stille zu genießen.
So aber nicht an diesem Tag, denn sie war dran Aka das Steuer für eine Weile abzunehmen. Also hatte die Fischfrau ihre Tasse mit dem pechschwarzen Trunk so ziemlich in einem Schluck ausgelehrt, während sie sich noch auf dem Weg zum Steuer befand. Sie hatte ihren Mantel angezogen und sogar in ein paar Schuhe hatte sie sich reingequetscht. Das war das Einzige, was sie wirklich an diesem Wetter störte. Schuhe zu tragen war einfach unendlich unangenehm. Deshalb trug sie sie auch nur in Ausnahmefällen. Und eine Winterinsel war leider genau so eine Ausnahme. Sie musste aber zugeben, dass ihr das immer noch irgendwie lieber war, als die Wüsteninsel, da würden sie keine zehn Pferde mehr hinbekommen.
Inzwischen hatte sie sich schon verhältnismäßig daran gewöhnt am Steuer zu stehen, eigentlich musste sie ja auch immer nur den Kurs halten, der ihr gewiesen wurde. So war es eigentlich ganz entspannt, hier zu stehen.

"Bewegt eure Hintern!"

Wavami konnte ihre Kapitänin noch relativ deutlich hören, wie sie die anderen Mitglieder der Truppe informierte, dass zwei Schiffe in Sicht waren und eins wohl das andere angriff. Sofort schaute die Fischfrau sich angestrengt um und konnte dann auch tatsächlich die zwei Schiffe am Horizont sehen, auf die sie nicht genau zuhielten, aber recht nah dran vorbei kommen würden, sollten sie den Kurs halten.
Aber das war nicht ihre Entscheidung, einige Momente später stürzte Akataja heran und sofort war sie ihm aus dem Weg.
Sie selbst rannte unter Deck um ihre Ausrüstung zu holen, die sie in ihrer Tasche verstaut hatte. Je nach dem, was ihre Kapitänin vorhatte, würde sie diese sicher brauchen können. Sofort kam sie dann wieder hoch aufs Deck, als gerade auch Ebony wieder zurück kam, sie hatte wohl die Lage etwas ausgekundschaftet.
"Das eine Schiff sind Piraten, die greifen das andere Schiff an! Das ist schon am Untergehen und brennt an einigen Stellen! Die Crew kämpft aber noch mit allem was sie haben."
 

Kazuma

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Kazuma war nun schon seit einigen Tagen offizielles Mitglied der Crew um Kapitänin Yukiko. Ein bunter Haufen aus gestandenen Piraten und Piratinnen.
*Alle mehr oder minder speziell… Also eigentlich wie ich.*
Aber solche Träumereien wurde jäh unterbrochen. Entweder durch anstehende Arbeit, Wachdienst oder Essen. Die Tage und Nächte begannen kälter zu werden.
*Winter is coming…*
Die Arbeit an Deck wurde um eine Tätigkeit erweitert. Schnee schippen.
Muss das sein…? Haben wir keine geeigneten Maschinen oder Angestellte dafür?
Ebony schaute ihn verwirrt an. Aber Yuki hatte schon eine Antwort parat.
Kannst du solche Maschinen bauen?
Nein, natürlich nicht.
Kazuma verdrehte die Augen… Das entging der Zimmerfrau nicht und gab ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. Extra leicht… Trotzdem versenkte Kazuma, der eben noch neben ihr stand, seine Nase im Schnee.
Der Schnee muss runter. Wir verlieren an Fahrt. Verstanden?
Den Kopf noch halb im Schnee steckend, antwortete er
Alles klar.

Mehr oder weniger begeistert am Schaufeln bekam Kazuma eine kurze Unterhaltung zwischen Wavami und Akataja mit.
*Natürlich weiß ich nicht, ob das bei Fischmenschen auch so ist, aber normale Fische passen ihre Körpertemperatur dem Wasser an. Wäre doch super, wenn Fischmenschen, das im Wasser und an Land könnten.*
Die Witterung brachte es mit sich, dass hin und wieder Eisberge vor der Red Carpi auftauchten. Ebony hatte als Späher aus der Luft die Aufgabe das Eis frühestmöglich zu erkennen und zu berichten. Tanith sollte dann das Eis mit den Kanonen brüchig schießen und danach durften Akataja und Yuki sich abwechselnd über die Galionsfigur stürzen und dem Eisberg den Rest geben. Kazuma war für den „Rücktransport“ zuständig. Hieß: Faden an den Springenden anbringen und der jeweils andere zieht an dem Faden.
*Ich bin doch kein Marionettenspieler… Warte Mal…*
Yuki, ich würde gerne etwas testen.
Einer von Kazumas Fäden war noch an Yuki befestigt.
Ehm, wenn ich ja sage, spinnst du mich aber nicht ein, oder?
Nein, nein, ich möchte nur testen, ob ich im Kampf eine „Ausweichunterstützung“ sein kann.
Ich bin mir nicht ganz sicher was du meinst. Aber mach nur.
Kazuma ging also zu Yuki und befestigte an ihren Händen, Füßen und am Kopf einen Faden. Nun hielt er alle sechs Fäden in der Hand und versuchte seine Kapitänin wie eine Marionette zu bewegen. Aber Yuki bewegte sich nicht. Keinen Millimeter.
Wird das noch was heute?
Eigentlich funktioniert das so. Aber du scheinst immun dagegen zu sein. Schade.
Wie? Schade!?
Ich dachte, ich könnte vielleicht etwas aus dem Hintergrund agieren.
Kazuma löste die Fäden.
Und so das Geschehen beobachten.
Kazuma ging in Richtung Mast.
Um vorzeitig Gefahren zu erkennen.
Kazuma zog seinen Filzstift aus deiner Tasche.
Ich dachte, ich könnte nützlich sein.
Kazuma blieb vor dem Mast stehen und zeichnete einen traurigen Smiley an den Mast.
Aber dem ist wohl nicht so.
KAZUMA!
In diesem Moment kam Kazuma in den Sinn, dass Yuki ihm strikt verboten hat die Capri zu beschmieren.
*Oh, nein*
Kazuma konnte gar nicht so schnell um Entschuldigung bitten wie Yuki neben ihm stand und ihn im Nacken packte.
DU! LÄSST! DIE! CAPRI! IN! RUHE!
Mit jedem Wort drückte Yuki Kazumas Gesicht gegen das Holz und wischte wie mit einem Schwamm über das Holz. Durch den Druck auf das Holz stellten sich viele Splitter auf und bohrten sich in Kazumas Gesicht.
UND NUN, VERSCHWINDE!
Mit einem ärgerlichen, aber lustlosen Schwung schleuderte Yuki Kazuma weg. Geplant war, dass Kazuma an die Brüstung knallt und dort liegen bleibt. Nur leider „zielte“ Yuki etwas zu hoch. Kazuma flog über die Brüstung und fiel ins Meer.
*Das war’s dann wohl… ich werde sterben*
Oh, mist…
Etwas ungläubig schaute Yuki Kazuma hinterher.
Mist, Mist, Mist, MIST! Wavami! Kannst du Kazuma aus dem Meer ziehen? Schnell!
Wavami war noch wegen der Eisberg-Action im Wasser. Sie hob kurz den Kopf, sah, dass Yuki in Richtung Süd-Süd-West zeigte, und schwamm los. Nur wenig später lag ein nasser und schwer atmender Kazuma auf dem Deck der Capri.
Ich hatte gesagt, Stifte weg von der Capri! Ich hatte dich gewarnt!
Kurze Zeit später war Kazuma schon wieder fit und verdrückte sich unter Deck und ging seiner Arbeit nach.

Die Tage vergingen und sie wurden immer kälter. Kazuma hatte schon immer Gefallen an Spielen gefunden, die man alleine spielen kann. Die meisten Würfelspiele fielen in diese Kategorie. Seine Freizeit verbrachte Kazuma also oft mit Würfelspielen und hatte Freude dran seine Spielweise zu verfeinern und neue Regeln zu erfinden und auszuprobieren. Weniger Freude machte es anderen Spiele zu erklären. Noch weniger Spaß machte es Sachen mehrmals zu erklären.
Kazuma rechnete es Akataja hoch an, dass er Zeit mit ihm verbringen wollte und mit ihm Würfelspiele spielte.
Danke.
Wie bitte?
Ich wollte mich bedanken.
Wofür denn bitte, junger Ito?
Bitte. Kazuma reicht vollkommen. Ich wollte mich bedanken, dass ich durch die Zeit mit dir in dem Kraftraum, habe ich gelernt, dass ich körperlich etwas leisten kann. Und einen körperlichen Wert habe.
Kazuma stand auf und verbeugte sich.
Ich möchte dir und allen Mitgliedern dieser Crew danken. Ich fühle mich, trotz dieser kurzen Zeit, besser als die meiste Zeit mit meiner Familie.
Bitte setz dich Kazuma. Wir sind eine Crew wir stehen für einander ein. Du bist ein Teil dieser Crew und, ich denke ich spreche für alle wenn ich sage, wir stehen alle füreinander ein. Das ist das Recht und die Pflicht einer Crew. Alle für einen und einer für alle.

Kazuma setzte sich und sie begannen ein Würfelspiel zu spielen. Naja zumindest begann Kazuma die Regeln zu erklären. Und es wiederholte sich jede Runde. Jedes Mal musste Kazuma die Regeln erklären. Immer und immer wieder. Und wieder. Und wieder.
Als Yuki die Tür aufstieß
*Danke*
Bewegt eure Hintern!
Land in Sicht?
Nein, zwei Schiffe und es sieht nach mächtig Ärger aus.
Akataja und Kazuma folgten der Zimmerfrau hinauf aufs Deck der Capri. Die zwei Schiffe waren kaum zu übersehen. Die Floating Muse hatte schon etwas Schlagseite und stand zudem an einigen Stellen bereits in Brand. Immer wieder kamen Piraten mit den Händen voll Beute aus dem angeschlagenem Schiff und sprangen auf ihr eigenes Schiff. Ebony war schon in der Luft und kam gerade wieder zu Yuki zurück. Nach kurzer Verwandlung in ihre Menschengestalt berichtete sie kurz von den Geschehnissen auf den beiden Schiffen.
Die Schweinekopfpiraten also.
Nicht unbedingt, aber ihre Flagge spricht für sich.
Und was machen wir jetzt?
Wir helfen! Ein so schönes Stück Zimmereikunst zu verunstalten kann ich nicht ertragen. Akataja! Kurs auf die beiden Schiffe!
Aye.
Akataja lief ans Steuerrad und korrigierte den Kurs um ein paar Grad. Das neue Ziel war klar. Ein Schiff in Not retten.
 
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Crew
Beubos Bande
Posten
Waffenmeister
Alter
22 Jahre
Größe
1,87 Meter
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Kampfstil
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Was sollte man sich wünschen, wenn man eigentlich ziemlich zufrieden mit sich und der Welt war?
Wären Geld, Nippes oder Drogen vielleicht besser gewesen als das Bild einer Schönheitskönigin?
Waren nicht letztendlich alle Männer irgendwie dämlich?

In Tanith's Fall galt wohl eindeutig *keine Ahnung* *absolut* und *selbstverständlich*

Und so fand er sich wenige Minuten nach dem kurzentschlossenen Wunsch nach Spaß in Form von zwei Eimern Wasser und einem (hoffentlich) sexy Bild für die Werkstatt im Besitz eines Posters wieder und entrollte es langsam.
Die Frau die zum Vorschein kam sah wirklich toll aus und irgendwie vermittelte das Kleid eine beeindruckende Mischung aus Erhabenheit und Sexappeal.
Dummerweise war die Frau die zum Vorschein kam aber durchaus im Stand ihn an Kopf und Füßen zu packen, über den Kopf zu heben und in der Mitte durchzubrechen.

Er grinste das Bild an, rollte es langsam wieder zusammen und schaute sich geistesabwesend im Raum um. *Ich bin ja sowas von im Arsch.*

Glücklicherweise sah Yukiko anscheinend vorerst davon ab ihn zu erschlagen und verschaffte Tanith damit Zeit sich einen Plan zu überlegen. Während die anderen nacheinander von Wavami durchgecheckt wurden ging Tanith seine Optionen durch. *Es ist unmöglich, dass sie nicht weiß was auf dem Poster ist. Es wäre zwar möglich, dass es ihr egal ist, aber es stellt quasi den Beweis dar, dass sie mal etwas Mädchenhaftes gemacht hat und wenn man bedenkt wie sie sonst zu solchen Dingen steht würde ich darauf nicht unbedingt wetten. Dass sie es mir, oder meiner Leiche, nicht direkt abgenommen hat deutete darauf hin, dass sie nicht will, dass die andern etwas mitkriegen. Ich kann also davon ausgehen, dass das Poster so etwas wie unsere zwischenmenschliche nukleare Option und meine Lebensversicherung gleichzeitig ist.* Nachdem Wavami mit Yukiko fertig war zog letztere sich zurück und ermöglichte es Tanith damit ein wenig durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Er ließ die notwendigen Untersuchungen klaglos über sich ergehen und achtete darauf das Poster nie mehr als eine Armeslänge von sich weg zu haben und es keine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Als Wavami endlich fertig war klemmte Tanith sich das Poster unter den Arm und ging, langsam und entspannt unter Deck.

Vorsichtig schlich er durch die Gänge der Capri, spähte um Abzweigungen und suchte gewissenhaft nach schwer erreichbaren Stellen, lockeren Brettern und dunklen Ecken.
Nach ein paar Minuten fand er einige lockere Deckenbretter in einem der unteren Lagerräume in denen Fässer mit frischem Wasser gelagert wurden. Er holte sich einen großen Bogen Papier aus dem Skizzenbogen in seiner Truhe und aus der Küche etwas Wachspapier. Dann wickelte er das Poster zuerst in das normale Papier, dann ins das Wachspapier und verschloss alles mit etwas grober Schnur. Das jetzt vor Wasser und Dreck geschützte Paket verstaut er anschließend in der Zwischendecke des Lagerraums den er zuvor ausgewählt hatte und klemmte die Bretter mit ein paar kleinen Holzkeilen so fest, dass hoffentlich niemand versehentlich darüber stolperte.

Mit dem Poster sicher versteckt machte er sich, jetzt deutlich entspannter auf in die Werkstatt um seine Waffen zu überprüfen, zu reinigen und falls nötig zu reparieren. Aber natürlich wartete Yukiko bereits auf ihn.
Reflexartig griff Tanith unter seine Jacke, wich einen Schritt zurück und ehe Yuki etwas sagen konnte platzte es regelrecht aus ihm heraus. „Ich hab hier eine Granate! Wenn du mich anrührst zieh ich den Stift und das Ding verteilt uns beide gleichmäßig auf allen vier Wänden“ Natürlich bluffte er, denn einerseits hatte er keine Granate einstecken und andererseits war er sich nicht sicher ob ein Sprengsatz unterhalb von knapp 5 kg wesentlich mehr erreichen würde als Yukiko wütend zu machen.
Aber mit etwas Glück kaufte sie ihm das ab.

„Was muss ich tun damit du es verbrennst?“

Das war eine Frage mit der er nicht wirklich gerechnet hatte, aber zu Glück war er gut darin zu improvisieren und griff den Gesprächsfaden sofort auf. „Solch ein Kunstwerk? Das wird nicht billig!“
Er zog seine Hand aus der Jacke, lehnte sich entspannt gegen den Türrahmen und deutete auf eine der Wände. "Eigentlich hatte ich ja vor, die Werkstatt damit zu dekorieren. Du weißt ja, keine Werkstatt ist vollständig ohne das Bild einer hübschen Frau. Zwar wäre ein Bademodenfoto eher was man in einer Handwerkerbude erwartet, aber so ein schönes Abendkleid hat ja auch was."
Einen kurzen Blick, der eine geschickte Mischung aus Ungeduld und Drohung war, später räusperte sich Tanith und beschloss zur Sache zu kommen. "Also, da das Ding aber quasi meine Lebensversicherung ist, dass du mich nicht als den Schützen der zu viel wusste verschwinden lässt werd ich es sicher nicht verbrennen. Aber ich bin auch nicht geisteskrank genug es einfach so rumzuzeigen. Wenn du willst, dass es keiner zu sehen kriegt will ich, dass du mir auf die Capri schwörst, dass du mich nicht mit dem Poster erschlägst und wenn doch, dann will ich 10 Minuten Vorsprung und ne ordentliche Henkersmahlzeit!"

"Ok, aber wenn du es nicht verbrennst, dann versteckst du es zumindest so SICHER wie du nur kannst und wenn es doch jemand findet bist du genauso im Arsch wie ich!"

"Wenn‘s weiter nix is. Wir haben ein paar Metallplatten die eigentlich für die Reparatur der Hülle gedacht sind. Wenn ich die übereinanderlege und verschweiße sollten die eine ganz brauchbare Panzerplatte abgeben aus der ich dann einen Safe machen kann. Die Tür und das Schloss dürften schwieriger sein, aber das kostet mich höchstens zwei oder drei Tage. Den Safe verstecken wir dann zusammen irgendwo auf dem Schiff und um ganz sicher zu gehen, dass ihn auch die andern, falls sie versehentlich drüber stolpern, nicht aufmachen können bring ich paar Sprengfallen an. Nichts allzu Starkes, immerhin soll das Schiff ja nichts abkriegen, aber mit ein paar gerichteten Ladungen sollte sich eine Alarmanlage improvisieren lassen."

„Und damit auch von uns keiner einfach so an den Safe kann machst du das Schloss mit zwei Schlüsseln. Einer für dich und einer für mich. So kannst du das Poster nicht rausholen und rumzeigen und ich kann‘s dir nicht einfach so abnehmen.“
Yukiko schien einen kurzen Moment über etwas nachzudenken bevor sie mit einem neugierigen Gesichtsausdruck fortfuhr. „Was passiert eigentlich mit dem Bild wenn deine Ladungen hochgehen? Is das dann zusammen mit dem Dieb hinüber?"

"Also das sollte eigentlich nicht passieren, denn immerhin soll ein Safe ja seinen Inhalt schützen und so. Und die Ladung der Alarmanlage sollte sowieso nicht so groß sein, dass sie den Safe zerlegt, weil das bestimmt ungesund fürs Schiff is. Aber da lässt sich bestimmt was machen, Erschütterungszünder oder so. Wieso?"

"Weil ich will, dass du das Ding zum Himmel jagst bevor das irgendwer zu sehen kriegt. Lass nix davon übrig!"

Tanith wusste ganz genau, dass eine Ladung die das Poster zerstörte auch hieß, dass ein Unfall ihn seiner Lebensversicherung berauben würde, aber Yuki schien ziemlich … entschieden in diesem Punkt und würde sich bestimmt auch an ihr Wort ihm nicht den Hals umzudrehen halten, wenn das Poster mal weg war. Hoffte er zumindest. „Ok, dann mach ich da was zurecht.“
Er streckte Yuki eine Hand entgegen „Also haben wir nen Deal?“

Yuki ergriff seine Hand und nickte. "Deal!"

In den nächsten Tagen verbrachte Tanith fast seine ganze Zeit damit einen kleinen improvisierten Safe zu bauen. Es war schwieriger als erwartet ohne richtige Schmiedeesse die Stahlplatten zu verbinden so, dass sie ein brauchbares Ausgangsmaterial abgaben.
Anschließend schnitt er die Platte in sechs Teile zurecht, schweißte fünf davon zu einem Würfel von ca. 30 cm Kantenlänge zusammen und arbeitete das sechste Teil, mit schweren Scharnieren und zwei Schlössern zu einer Tür um.

Drei Tage später legten er und Yuki, das sorgsam verpackte Bild in den Safe, verschlossen ihn und machten sich daran ihn zu verstecken. Die Wahl des Verstecks fiel recht schnell auf die Galionsfigur der Capri.
Sie war mehr als groß genug um den Safe darin zu verstecken, war aus massivem Holz und bot damit etwas zusätzlichen Schutz und letztendlich war das Ding so normal, dass keiner es groß beachtete. Das perfekte Versteck.
Und außerdem hatte die den Bonus, dass sie kein strukturell wichtiger Teil des Schiffes war und damit, sollte es tatsächlich zu einer Detonation der Alarmanlage kommen, keine wesentliche Gefahr für das Schiff und die Crew bestand. Zumindest hatte Yuki ihm das so erklärt und wenn man bedachte wie wichtig die Capri ihr war konnte man sich ziemlich sicher sein, dass das stimmte.
Mitten in der Nacht schnitzte Yuki ein Fach in die Figur, dann versenkte Tanith seinen Safe darin und brachte vorsichtig ein halbes Dutzend Sprengladungen an. Dann steckten die Beiden ihre Schlüssel ein und zusammen machten Sie sich daran das Fach mit einem Deckel, geschnitzt aus dem vorher entfernten Holz der Figur, wieder zu verschließen.
Lange bevor die Sonne aufging und einer der anderen wach wurde war die Figur wieder so gut wie neu und wenn man nicht wusste wo man suchen musste war es praktisch ausgeschlossen, dass man den Safe fand.

Mit dem Ärmel wischte Tanith sich etwas Schweiß von der Stirn und nickte Yuki zu. „Nach getaner Arbeit noch nen kühles Bier?“
 
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